Orientierung & Mobilität (O&M)

Hinteransicht von zwei Personen. Die Klientin steht links. Sie hält ihr Handy auf ein U-Bahn-Schild, auf dem die Fahrtrichtung beschrieben ist. Die Reha-Lehrerin steht vorne rechts. Auf ihrem Rucksack steht die Aufschrift Ausbilderin.

Am U-Bahnhof die richtige Fahrtrichtung mit der Vergrößerung durch die Handykamera erkennen · BVN

In einer Schulung in Orientierung und Mobilität lernen blinde und hochgradig sehbehinderte Menschen den weißen Langstock als Verkehrsschutzzeichen und vor allem als Mobilitäts- und Orientierungshilfe einzusetzen. Die Schulung wird grundsätzlich als Einzelunterricht von qualifizierten Rehabilitationslehrer*innen für blinde und sehbehinderte Menschen durchgeführt.

In diesem Artikel können Sie die Rehalehrerin Laura Wedber in Aktion erleben.

Schulungsinhalte

  • sehende Begleitertechnik (wie man sich am besten begleiten lassen kann)
  • Körperschutztechniken
  • Wahrnehmungsförderung der anderen Sinne (Tastsinn, Gehörsinn, Geruchsinn)
  • Langstocktechniken
  • Einsatz des Langstocks bei unterschiedlichen Umweltmustern
  • Selbstständige und sichere Fortbewegung
  • Orientierungsstrategien
  • Einsatz des Langstocks bei öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Einsatz von elektronischen Hilfsmitteln (auf Wunsch und bei Bedarf)
An einer Ampelkreuzung in der belebten Innenstadt überqueren Reha-Lehrerin und Klientin die Straße. Die Klientin nutzt einen Langstock und geht voran.

Beim Überqueren der Straße an einer Ampelkreuzung · BVN

Die Klientin geht am Langstock eine Treppe herunter, die Reha-Lehrein geht nah hinter ihr und schaut auf die Stockführung. Die Klientin trägt ein weißes Cappi, sie hält sich am Geländer fest. Im Hintergrund ist ein Flussufer und ein Stadtprofil.

Die Reha-Lehrerin überprüft die Treppentechnik · BVN

Wo wird geschult?

Die Schulung findet nach Absprache mit dem Schulungsteilnehmer an dessen jeweiligem Wohn-, Schul- bzw. Arbeitsort statt.

Finanzierung

In den meisten Fällen werden die Kosten für die Langstöcke (medizinisches Hilfsmittel) und die Schulung in O&M (als Einweisung in das Hilfsmittel) von der Krankenkasse übernommen. Voraussetzung ist die ärztliche Verordnung des Blindenlangstocks. In Ausnahmefällen kommen andere Kostenträger in Frage – rufen Sie an, wir sind Ihnen behilflich.

Sehende Begleitung

Auch für Angehörige, Bekannte sowie Freundinnen und Freunde gibt es wertvolle Hinweise und Techniken in Form der "sehenden Begleitung", um blinden oder sehbehinderten Personen Unterstützung zu bieten. Hier finden Sie weitere Informationen dazu.

Kontakt

Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen e. V.
Rehabilitationslehrerin
Laura Wedber
Kühnsstraße 18
30559 Hannover
Telefon: 0511 5104 268
Mobil: 0172 6583773
Telefax: 0511 5104 444
E-Mail: laura.wedber@blindenverband.org

Wir suchen Verstärkung!

Wir suchen eine*n Rehabilitationslehrer*in für Orientierung und Mobilität (O&M)! Sollten Sie bisher nicht über eine solche Qualifikation verfügen, bieten wir an, Sie bei dieser Weiterbildung zu begleiten und Ihnen diese zu finanzieren. Hier gelangen Sie zur Stellenausschreibung.