Wir über uns Regionalverein Süd-Ost-Niedersachsen

Selbsthilfe von und für Menschen mit Blindheit oder Sehbehinderung ist das Ziel des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Niedersachsen e.V. und für uns als dessen Regionalverein Süd-Ost-Niedersachsen.

Nahezu 700 blinde und sehbehinderte Menschen jeden Alters aus der Region sind Mitglied in unserem Regionalverein. Nur die Arbeit unserer ehrenamtlichen Mitarbeitenden ermöglicht ein aktives Vereinsleben. Vorstände und Gruppenleitungen sind ausschließlich durch ehrenamtlich tätige blinde und sehbehinderte Mitglieder besetzt. So vertreten wir unsere Anliegen selbst.

Unsere Angebote und Beratung können Sie gern nutzen, wenn

  • Sie blind oder sehbehindert sind oder sich bei Ihnen eine Sehbehinderung entwickeln könnte,
  • Sie Angehörige sind
  • oder Sie aus anderen Gründen an Informationen und Austausch rund um das Leben und Arbeiten und die gesellschaftliche Teilhabe sehbehinderter und blinder Menschen interessiert sind.

Wir vertreten Ihre Anliegen als blinder oder sehbehinderter Mensch gegenüber Gesellschaft und Politik

  • bei der Schaffung von Barrierefreiheit
  • und bei der Verbesserung der beruflichen, sozialen und gesellschaftlichen Lebenssituation.

Historisches

Der 13. Februar 1913 ist der Geburtstag der Blindenvereinigung Braunschweig e.V., die Öffnung für Sehbehinderte mit Namensänderung in Blinden- und Sehbehindertenverein erfolgte 1996. Seit der Verschmelzung mit dem Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen e.V. (BVN) im Jahr 2003 gibt es den Regionalverein Süd-Ost-Niedersachsen.

Viele blinde Menschen lebten früher in Armut und wurden in Blindenanstalten, Asylen und Fürsorgeeinrichtungen behütet und bewahrt. Ihre Bildungsmöglichkeiten besserten sich erst, nachdem der Franzose Louis Braille im Jahr 1825 die aus 6 Punkten bestehende Blindenschrift entwickelt hatte. Die Berufschancen besserten sich jedoch zunächst kaum, die Situation der im Erwachsenenalter Erblindeten (das ist die Mehrzahl) blieb unbefriedigend. In der Region Braunschweig wurden blinde Menschen lediglich im Herzog-Wilhelm-Blinden-Asyl versorgt.

Blinde Menschen empfanden Abhängigkeit und Bevormundung immer unerträglicher und schlossen sich vermehrt zu Selbsthilfevereinen zusammen. So kam es schon am 25. Juli 1912 in Braunschweig zur Gründung des Reichsdeutschen Blindenverbandes als Spitzenverband. Er war damit der erste Selbsthilfeverband in Deutschland.

Der Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen erreichte unter anderem, dass in Niedersachsen als erstem Bundesland ein Landesblindengeld eingeführt wurde.

Heute leben blinde und sehbehinderte Menschen mitten in der Gesellschaft. Die Barrierefreiheit in digitalen und baulichen Bereichen permanent zu verbessern und auf Barrieren hinzuweisen, bleibt ein zentraler Aufgabenbereich. Grundvoraussetzung dafür ist es, die Barrieren in den Köpfen der „anderen“ abzubauen.

Kooperationen

Der Regionalverein Süd-Ost-Niedersachsen setzt sich ein für gesellschaftliche Teilhabe. Deshalb vernetzen wir uns und kooperieren mit

  • den örtlichen Behindertenbeiräten,
  • den Fachbereichen der Kommunen,
  • den Seniorenbüros,
  • Verkehrsbetrieben der Kommunen,
  • kommunalen Politiker*innen der verschiedenen Fraktionen und kommunalen Gremien,
  • Hilfsmittelfirmen und Low Vision Berater*innen,
  • den Integrationsfachdiensten,
  • Mobilen Diensten Sehen und ihren Fördervereinen,
  • Nachbarschaftshilfen,
  • Beratungsstellen zu anderen Schwerpunkten wie Beratungsstellen der EUTB, zur Sozialberatung in anderen Bereichen und der Wohnberatungsstelle des Kreisverbandes Braunschweig-Salzgitter e. V. des Deutschen Roten Kreuzes,
  • Stadtteiltreffs und Begegnungsstätten,
  • Stadtbad Braunschweig Sport und Freizeit GmbH
  • und kulturellen Einrichtungen wie dem Staatstheater Braunschweig.