Liebe Lesende,
gehen Sie gern ins Kino? Für Film-Fans unter Ihnen haben wir zwei Tipps für den April.
„Als wäre es leicht“
Am 2. April startet offiziell der Kinofilm „Als wäre es leicht“. Es geht um einen Mann und eine Frau. Kati ist gehörlos, Florian ist blind. Er ist Stadionkommentator beim FC St. Pauli, sie entdeckt die Welt durch ihre Kamera. Als sie sich im Dialoghaus Hamburg begegnen, entsteht eine eigene Sprache – jenseits von Worten und Gesten, getragen von Nähe und Mut. Doch ihre unterschiedlichen Lebenswelten und die Erwartungen von Familie und Umfeld stellen die Beziehung immer wieder auf die Probe. Ihre Liebe wirkt für Außenstehende kaum möglich und entfaltet gerade deshalb eine besondere Kraft.
Der Film ist die erste deutsche Spielfilmproduktion, die in den Hauptrollen Menschen zeigt, die im wirklichen Leben gehörlos (Cindy Klink) beziehungsweise blind (David Knors) sind. Er zeigt, wie Nähe dort entstehen kann, wo andere nur Grenzen sehen. Und er macht spürbar, dass Liebe nicht in Worten oder Blicken wohnt, sondern in dem Versuch, sich dem anderen immer wieder neu zuzuwenden. Da der Film Inklusion und Barrierefreiheit nicht nur thematisieren, sondern auf allen Ebenen der Produktion und Auswertung konsequent umsetzen möchte, wird der Film mit Untertiteln für gehörlose und schwerhörige Menschen in den Kinos gezeigt. Blinde Menschen können den Film per Audiodeskription über die Greta App barrierefrei erleben. Mehr Informationen zum Film finden Sie hier.
„Luisa“
Ab dem 23. April kommt der Film „Luisa“ in die deutschen Kinos. Er erzählt die Geschichte eines sexualisierten Übergriffs in einer Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderung. Der Film ist gemeinsam mit Schauspieler*innen mit und ohne Behinderung entstanden. Er macht sexualisierte Gewalt in betreuten Strukturen als gesellschaftliches und strukturelles Risiko sichtbar und setzt damit einen wichtigen Impuls für Diskussionen über Gewaltprävention, institutionelle Verantwortung sowie das Spannungsfeld zwischen Selbstbestimmung und Schutz. Der Film ist in einer ehemaligen Wohneinrichtung in Südniedersachsen gedreht worden. Mehr dazu erfahren Sie hier.
Herzliche Grüße von Ihrem BVN
Dr. Petra-Kristin Bonitz
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit