Liebe Lesende,
Türchen Nummer 18 öffnet sich für Sie.

Mitmenschen
Manches kann man sich nicht aussuchen. Zum Beispiel, auf welche Mitmenschen wir im Alltag treffen. Haben Sie von dem Fall in Leer gelesen? Letzte Woche wurde ein 17-jähriger Junge mit Sehbehinderung zusammengeschlagen. Es stand gestern in vielen Zeitungen, zum Beispiel hier.
Wie kann so etwas nur möglich sein, denken vielleicht manche von Ihnen. Hoffentlich wird der Täter gefunden und für dieses kriminelle Verhalten zur Rechenschaft gezogen. Und hoffentlich findet das junge Opfer neuen Mut für den Alltag und schnell einen Weg aus Angst und Schmerz. Und hoffentlich lernen die Menschen vor Ort und die Menschen, die darüber etwas lesen, daraus, sich einzumischen, wenn eine Straftat in ihrer unmittelbaren Nähe passiert. Wir dürfen uns gegenseitig nicht allein lassen! Wir brauchen Zivilcourage und das Interesse an unseren Mitmenschen. Wenn jemand stürzt, hilft man auf. Wenn jemand weint, fragt man nach. Wenn jemand verletzt wird oder ist, ruft man zumindest Hilfe und kümmert sich im Rahmen der eigenen Möglichkeiten. So sollte es sein, meinen Sie nicht auch?
So schlimm dieser Fall ist, vielleicht hat er das eine Gute, dass wir uns dadurch gegenseitig an solche Grundsätze erinnern. Nur wenn uns das als Gemeinschaft wichtig ist, handeln wir danach, tragen es weiter, erziehen unsere Kinder in diesem Wissen.
Ja, manches kann man sich nicht aussuchen, aber wir können uns aussuchen, wie wir uns verhalten, jede und jeder Einzelne von uns.
Wir als BVN stehen zusammen und treten füreinander ein. Das ist so in einem Verein beziehungsweise Verband, das ist so in einer Familie und das ist so in einem gesunden Miteinander! Lassen Sie uns dafür gemeinsam einstehen.
Vorweihnachtliche Grüße von Ihrem BVN
Dr. Petra-Kristin Bonitz
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit