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Unterwegs ...
Wenn ich aus der Haustür trete, führt mein Weg über einen Bürgersteig, auf dem sich Straßenbeleuchtungen, Verkehrsschilder und Parkuhren befinden. Diese Hindernisse gilt es mit dem weißen Stock zu umgehen [Bild 1]. An der nächsten Straßenecke ist eine auf Null-Niveau abgesenkte Bordsteinkante, die es uns Blinden unmöglich macht, den Unterschied zwischen Fahrbahn und Gehweg zu unterscheiden [Bild 2]. Ich gehe auf das akustische Signal der Ampel zu. Nachdem das Signal für Grün ertönt [Bild 3], überquere ich die Straße. Ich erreiche die andere Straßenseite und drehe mich zur linken Seite, um meinen Weg zur Straßenbahnhaltestelle fortzusetzen.

Schon taucht das nächste Hindernis vor dem Stock auf. Eine Baustelle. Viele Gedanken schwirren mir durch den Kopf. Hoffentlich ist diese ausreichend abgesichert. Wie groß ist sie? Gibt es tiefe Löcher? Mein Schritt verlangsamt sich und jeden weiteren Zentimeter taste ich mit dem Stock vorsichtig ab [Bild 4]. Der anfallende Baustellenlärm erschwert mir die Orientierung erheblich. Ein Passant spricht mich an und fragt, ob ich Hilfe benötige. Ich bedanke mich für seine Unterstützung, greife nach seinem Arm, den er mir gereicht hat. Ich kann nun die Baustelle passieren.

Nur noch ein paar Meter bis zur Haltestelle. Endlich angekommen, weiß ich nicht, welche Bahn meine ist, da es keine Lautsprecheransagen gibt. Deshalb frage ich, bevor ich einsteige, nach der richtigen Linie [Bild 5]. Am Hauptbahnhof ist das Orientieren leichter, da an allen Treppengeländern Hinweise in Blindenschrift mit Gleisangabe angebracht sind [Bild 6].

Mit meinem Schwerbehindertenausweis kann ich öffentliche Verkehrsmittel kostenlos nutzen. Ich steige in die Nummer 5 ein und fahre in Richtung Stadt. Am Kröpcke steige ich aus und gehe zur Arbeit.

