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Orientierungshilfen ...
Nach der Tandem-Tour möchte ich gern einen Freund vom Bahnhof abholen. Gut, dass sich mein Blindenführhund "Baloo" [Bild 1] noch ein wenig die Beine vertreten muss. Gestern fragte ich eine stark sehbehinderte Freundin, mir den Weg durch die City zum Bahnhof zu beschreiben. Mit Ihrer Vergrößerungslupe [Bild 2] sah sie auf den Stadtplan und erläuterte mir den Weg. Ich machte mir Notizen zu den Erklärungen auf meiner Punktschriftmaschine [Bild 3].

Gemeinsam mit meinem Hund und Langstock laufe ich in Richtung Stadt. Mit dem ausgebildeten Blindenführhund "Baloo" bin ich in der Lage, auch auf mir unbekannten Wegen zu gehen. "Baloo" erkennt Hindernisse sogar in meiner Kopfhöhe, und führt mich an diesen vorbei. Führhunde sind auf bestimmte Befehle, wie z.B. "links" und "rechts" trainiert. Zusätzlich kann ich noch meinen sprechenden Kompass [Bild 4] benutzen. Dadurch weiß ich genau, in welche Himmelsrichtung ich mich bewege.

Im Bahnhof angekommen, verschaffe ich mir auf dem tastbaren Reliefplan [Bild 5] einen räumlichen Überblick. Mein Ziel ist Gleis 9. Dort erwarte ich einen Freund aus Berlin. Ich laufe an den Aufgängen vorbei und kann mich an den mit Punktschrift gekennzeichneten Handläufen [Bild 6] orientieren. Ich gehe auf den Bahnsteig und warte auf die akustische Ansage "…auf Gleis neun erhält Einfahrt der Zug aus Berlin…". Der Zug fährt ein und wir treffen uns genau an der verabredeten Stelle.


