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Freizeitgestaltung ...
Wir haben eine Tour durch die Waldgegend um den See ausgearbeitet. Außer Rad fahren, lese ich auch gern [Bild 1] oder spiele mit meinen Freunden Gesellschaftsspiele [Bild 2].

Am Treffpunkt angekommen treffe ich die Anderen und meinen sehenden Piloten [Bild 3]. Gemeinsam stellen wir die Sitze der Körpergröße entsprechend ein und machen eine erste Probefahrt auf dem Parkplatz. Es ist nicht ganz einfach, aber ich habe ein sicheres Gefühl und vertraue meinem Piloten. Die Fahrt beginnt und ich trete in die Pedale [Bild 4]. Ein Gefühl von Freiheit kommt in mir auf. Ich spüre die Zugluft, die meinen Körper streift. Nach einigen Kilometern merke ich, dass wir ein gut aufeinander abgestimmtes Team sind. Dann erreichen wir unser Ziel, ein Restaurant am See.

Leider gibt es keine Speisekarten in Blindenschrift. Die Begleiter lesen das Speise- und Getränkeangebot vor. Als die Bedienung meine sehende Tischnachbarin fragt was ich trinken möchte, weist diese die Kellnerin darauf hin, dass sie ruhig mit mir direkt sprechen könne [Bild 5]. Ich bestelle selbst.

Der Hauptgang wird serviert. Meine Tischnachbarin beschreibt mir die Anordnung der Speisen, indem sie den Teller in ein Uhrenzifferblatt unterteilt [Bild 6]. Das Fleisch liegt zwischen 11 Uhr und 2 Uhr, die Möhren zwischen 2 Uhr und 6 Uhr und die Kartoffeln zwischen 6 Uhr und 11 Uhr. Ich habe nun eine bessere Orientierung auf dem Teller und kann mit dem Essen beginnen.

Auf dem Heimweg denke ich, es ist gut, dass es den Blindenverband gibt. Der Verband beschafft Hilfsmittel für das tägliche Leben, bietet Schulungen zur Orientierung und Mobilität, hilft bei der Beschaffung von Arbeitsplätzen und organisiert regelmäßig Veranstaltungen, wie unsere heutige Tandemtour.

